2017: Die Versprechen der Zukunft

Zum Verhältnis von Hoffnung, Planung und Wirklichkeit

Räume der IG Architektur

„Das Wesen der architektonischen Schöpfung“, so August Schmarsow 1893, scheint dagegen „die Raumgestaltung“. Um Zeit geht es dabei nicht, oder soll es sogar nicht gehen: Der International Style (verbündet mit Le Corbusier und dem Bauhaus) sah es geradezu als heilige Pflicht, ort- und zeitlos zu bauen.

Perspective of the socialist city at the Kharkiv Tractor Factory | Kharkiv, Ukraine, 1930

Depot

This talk investigates the origins and evolution of the Soviet spatial project from land nationalization to the end of the first Five-Year Plan (1917-1932). It asserts that socialist urban practices and forms emerged largely through on-the-ground experimentation by design practitioners in collaboration with local administrators – via praxis, by doing.

Räume der IG Architektur

Thomas Macho wird über die architektonischen Utopien der frühen Neuzeit und zum Wechselspiel zwischen utopischen und dystopischen Elementen zeitgenössischer Science Fiction in der Architektur sprechen.

Wiederaufbau Parlament, 1945–1956 (Vorentwurfsvariante Jörg Jarosch)

Räume der IG Architektur

Monika Platzers Forschung stellt den ersten Versuch dar, Wiens Baugeschehen und dessen Akteure im Diskurs des Kalten Krieges zu kontextualisieren. Im Vortrag und Gespräch reflektiert sie den bisher unterschätzten Einfluss der Kulturpolitik der vier Besatzungsmächte auf die „Leitbilder“ der Wiener Nachkriegsarchitektur.

Haus Wittmann (vor Renovierung)

Treffpunkt zur ÖGFA/ORTE_Themenvisite: Bahnhof Etsdorf-Straß

Ende der 1950er Jahre lernten Johannes Spalt und der Möbelhersteller Franz Wittmann einander kennen. Dies markierte nicht nur den Beginn einer beruflichen Zusammenarbeit, sondern auch den einer langen Freundschaft.

Haus S.

Auf dem Hanggrundstück waren das Schwimmbecken und eine Baumgruppe vorgegeben. Zur Straße teilt sich das Haus in zwei Baukörper; vom Garten nimmt es eine geschlossene Form mit verschobener Symmetrie an...

Untergeschoss  Palais de Tokyo, Paris 2016

Büchersalon 01: Easy Reader - UM BAU 29

Buchpräsentation und Diskussion

ÖGFA

Wir diskutieren die normative Rolle des Bau-, Stadt- oder Landschaftsbestandes, die in einem auf das „Neue“ fixierten Architekturdiskurs in der Regel als zu komplex ausgeblendet wird. Demgegenüber entfaltet sich das „Denken einer Architektur als ‚Veränderung von Bestehendem‘ aus ihrer Auseinandersetzung mit dem verblassenden Heroismus der Moderne, die sich ‚Veränderung‘ als Schlachtruf zugelegt hatte und damit in eine Redundanzschleife geraten war.“

Depot

Während Architektur in der landläufigen Wahrnehmung zunehmend auf Ihre marktwirtschaftlichen Komponenten reduziert wird, bietet sich uns die Gelegenheit diese quasi unerkannt als kulturkritisches Werkzeug einzusetzen. Die desolate Reputation der Architektur erzeugt ein terrain vague, welches mannigfaltige Möglichkeiten zur Einflussnahme bietet.

hinterhof :lab

Die Reserve bleibt vom sofortigen Verzehr ausgeschlossen. Sie wird auf unabsehbare Zeit gehortet, eingelagert, zurückgestellt. Die Reserve ist ein Anachronismus, eine aus der Zeit gefallene Akkumulation von Substanzen, Dingen und Zeichen. In reiner Passivität verharrt die Reserve bis sie zu gegebenem Zeitpunkt und unter Angabe triftiger Gründe reaktiviert wird.

Treffpunkt Themenvisite: Pestsäule

Auf engstem Raum und unter Einbeziehung von Kamin und bestehenden statischen Elementen befasst sich Rob Krier mit Archetypen – die wiederkehrenden Themen seiner Zeichnungen und Entwürfe. Leichte Niveauunterschiede, gepaart mit Einschnitten in der Dachfläche, zurückhaltende Gaupen und eine überschwengliche Geometrie tragen zum vielschichtigen Raumerlebnis bei.

Depot

Das Projekt Landscapes of Pressure der Architektin und Urbanistin Kathrin Golda-Pongratz geht von der Überzeugung aus, dass Territoriumspolitik heute maßgeblich von der Logik der globalen Ökonomie bestimmt wird und folglich Land in Metropolitanregionen zum Spekulationsobjekt macht.

Ivan Bovt, Entwurf für eine Fabrik in Minsk, späte 1960er Jahre

Räume der IG Architektur

Die Dynamik zwischen den kolonialen, nationalen und internationalistischen Konzepten, welche die Architektur der sowjetischen Nachkriegsmoderne antrieben, die komplexen Beziehungen zwischen zentraler Planung und autonomen Tendenzen in den Peripherien, sowie das schwierige Nachleben der Strukturen und Meisterwerke dieser Periode in der Gegenwart, stehen im Zentrum des Vortrags mit Wolfgang Kil und Georg Schöllhammer.

Depot

While architecture is oftentimes reduced to the production of buildings, architecture is also the practice of envisioning cities and civic form. In the process of producing these urban edifices that house social, political and spatial relations, architects produce new models of society in its operational and aspirational terms, constantly innovating new forms of collective life.