Riders on the Storm
Infrastrukturen der Versorgung: Platforms, Food Delivery, Gig Jobs und die Stadt dazwischen
Wiener Alltag 6 Diskussionen mit InputsEssenslieferung als Infrastruktur und Infrastruktur für Essenslieferant*innen: Wie verändert sich die Stadt, wenn nicht mehr zuhause gekocht und auch nicht auswärts gegessen wird? Was bedeutet das für Haushalte, was für den öffentlichen Raum und was bedeutet das für diejenigen, die für die anderen unterwegs sind – immer, und bei jedem Wetter? Spätestens seit der Pandemie sind die Essenslieferant*innen (Selbstbezeichnung Rider) mit ihren Würfeln am Rücken, die uns versorgen, nicht mehr aus den Städten wegzudenken.
Alle greifen auf ihre Leistung zurück, niemand will Verantwortung für sie übernehmen: Die Arbeitgeberschaft verweigert ihnen die feste Anstellung, die Gastronomie wichtige Infrastrukturen, die Stadtbevölkerung will sie weg von den Fahrradwegen wissen. Ist die plattformbasierte Gig Economy das moderne Tagelöhnertum, sind Riders das neue Subproletariat unserer Städte? Wie weit sind die Städte für diese veränderten Umstände ausgestattet?
Wie werden diese Akteur*innen im öffentlichen Raum berücksichtigt? Und welche Infrastruktur brauchen Menschen, die unser Essen liefern?
Eine Kooperation mit dem Depot.
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Diskussion mit Inputs
Mit: Fabio Hofer / Rider, Künstler und Kurator der Ausstellung: Zwischen Pick-up & Drop-off. Wer unser Essen liefert? 2025, Wien Museum + WIENWOCHE
Ana Mikadze / Künstlerin und Designerin, Co-Kuratorin der Ausstellung im Wien Museum + WIENWOCHE
Robert Walasinski / Projektleiter Riders Collective – Initiative zwischen Riders, ÖGB, VIDA unterstützt von der AK Wien
Harald Trapp / Architekt und Soziologe
Emilia Bruck / Raumplanerin, Mobilitätsforscherin, TU Wien
Moderation: Michael Klein, Amila Širbegović / ÖGFA
