Klima und Form
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„Sehen so die besten Bauten in ganz Deutschland aus?“ fragte Matthias Alexander im Februar dieses Jahres in einem Beitrag in der FAZ anlässlich der Verleihung des DAM-Preises. Eine zugespitzte Kritik, die für zahlreiche Reaktionen aller Art in der Architekturwelt sorgte. Implizit stand die Frage im Raum, ob Bauwende und material turn die Formfrage nebenbei mit „erledigt“ haben, oder sie in die zweite Reihe verwiesen haben. Worin besteht – neben der guten CO2-Bilanz – die Qualität klimagerechter Architektur? Welche Gestaltungsprinzipien liegen ihr zugrunde: das etablierte Vokabular und Handwerkszeug, oder eine neue Ästhetik? More ethics or more aesthetics, wie es einmal die Biennale von Venedig formulierte? Und wenn beides, wie findet dann dieses „more is more“ physisch zusammen? Muss die Form und Gestalt des Neuen sich vor der Architekturgeschichte rechtfertigen, oder hat sie das bereits und muss einfach nur besser vermittelt werden? Die Reaktionen auf zeigten, dass hier durchaus dringender Gesprächsbedarf besteht. Wir versuchen, ihn einzulösen und laden Matthias Alexander zum Dialog mit Praxis und Theorie der Bauwende nach Wien.
Mit: Matthias Alexander / FAZ, Ines Nizic, Leonhard Panzenböck
Moderation: Albert Kirchengast / Brandenburgische Technische Universität, Maik Novotny / ÖGFA
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Matthias Alexander studierte Geschichte, Germanistik und Philosophie in Bonn, Bologna, Jena und München. Seit 1999 ist er Redakteur der Frankfurter Allegemeine Zeitung (FAZ), seit 2021 ist er stellvertretender Ressortleiter im Feuilleton. Er hat mehrere Bücher zu Frankfurter Bauten verfasst: über das neue Waldstadion, Hochhäuser, ungebaute Projekte und die neue Altstadt.
Ines Nizić ist Architektin und Büropartnerin von architektur.bn und bup architekten in Wien. Sie lehrt und forscht als Senior Scientist und Leiterin der Forschungsplattform Hybride am Forschungsbereich Hochbau und Entwerfen an der TU Wien.
Leonhard Panzenböck studierte Architektur an der TU Wien und schloss 2018 sein Diplom
ab. Nach einem Forschungs- und Arbeitsaufenthalt im Museum Insel Hombroich folgte 2020 die Gründung eines eigenen Büros in Wien. Er unterrichtet Architektur an der Fachhochschule Kärnten und an der TU Wien. Seit 2026 ist er Mitglied der „Research School Transformations in Architecture & Planning“ und Beirat für Architektur und Baukultur des Bundesministeriums für Kunst und Kultur.
