Forschender Entwurf 5
Gesprächsreihe im AIM>> zur Anmeldung (ab 13.10., 6h) Beschränktes Platzkontingent
Obsoletes Wien
In ihrer Magisterarbeit an der TU Wien geht Laura Sauter anhand einer mehrschichtigen Analyse der Bautypologien ihrer Heimatstadt der Frage nach, wie der Bestand für die Zukunft gerüstet werden kann. Ein Quartier im 20. Bezirk wird genauer untersucht. Obsolete und perspektivisch neu benötigte Typologien werden in thematische Gruppen eingeteilt: Arbeit, Mobilität, Logistik, Handel, Kultur, Religion, Umwelt und Abwehr. Sauter konzentriert sich auf Flächen, die bereits brachliegen oder relativ leerstehende Typologien aufweisen. Die sieben Szenarien sind als Zukunftsvisionen zu verstehen, die aufzeigen, wie ein Quartier umgenutzt werden könnte.
Visual Catalyst – Revealing Spatial Multiplicity in Lived Space
In seiner Magisterarbeit nutzt Sebastian Pichler vorwiegend Fotografie, um sich mit Wien auseinanderzusetzen. Was beeinflusst unsere Wahrnehmung der Stadträume, die wir tagtäglich erleben? Was nehmen wir wahr und was blenden wir aus? Die Hauptfigur in Pichlers Arbeit ist eine Kreuzung mit Aufenthaltsqualität im 5. Bezirk. Pichler dokumentiert seine regelmäßigen Aufenthalte dort tagebuchartig. Weitere Werkzeuge kommen ins Spiel, darunter Interviews, Collagen, Mappings und dreidimensionale Vektorenbilder. Pichler webt ein abstraktes Netz, das Einblicke in die Stadtnutzung gewährt. Unaufgeregtheit trifft auf Komplexität.
Im Anschluss an die beiden Kurzvorträge gibt es in der Diskussion Gelegenheit, über die verwandte Untermauerung der Arbeiten zu reflektieren: Wie können wir den bestehenden Stadtraum neu lesen, um verborgene Potenziale sichtbar zu machen und daraus Formen des Weiterbauens für die Zukunft zu entwickeln?
Gäste:
Sebastian Pichler / Architekturabsolvent TU Wien, Betreuerin: Bernadette Krejs
Laura Sauter / Architekturabsolventin TU Wien, Betreuerin: Angelika Psenner
Moderation: Elise Feiersinger und Felix Siegrist / ÖGFA
