Auf der Gastarbajteri-Route
Eine Kooperation mit dem HDA Graz
Exkursion>> zur Anmeldung
Treffpunkt: Busparkplatz Schweizergarten: 8h
Zustieg in Graz möglich
Der berüchtigte „Autoput“ verband in den 60er-80er Jahren die alte und neue Heimat für die Gastarbeiter*innen. Zur Urlaubssaison zogen Autokarawanen von Deutschland und Österreich nach Jugoslawien, Griechenland und in die Türkei, mit der Steiermark als Transitland. Stationen an dieser Straße verewigten sich im Gedächtnis – die berüchtigten Unfallstellen aufgrund von übermüdeten Fahrern, die letzten Toiletten vor dem Stau an der Grenze, die Ortsdurchfahrten, die die Orte prägten, die sie durchfuhren. Auch heute sind diese Straßen Arbeitsmigrant*innen unterwegs, während sie als „Balkanroute“ politisch instrumentalisiert wird.
Die alte und neue Reiseinfrastruktur aus Straßen, Raststätten, Grenzübergängen und zugigen Busbahnhöfen erzählt Roadmovie-Geschichten, die zunehmend als Teil der migrantischen Erinnerungskultur erforscht und dokumentiert werden. Eine Kartographie von Orten mit oszillierenden Konnotationen von „Heimat“ und „Fremde“ und des Transits zwischen ihnen.
Wir begeben uns auf einer Bus-Exkursion von Wien über Graz zur österreichisch-slowenischen Grenze, begleitet von Vorträgen, Lesungen und Diskussionen mit Zeitzeug*innen und Expert*innen, mit einem kleinen Rastplatz-Symposium in Šentilj.
Für die Veranstaltung wird ein Unkostenbeitrag fällig.
Mit Beiträgen von Expert*innen und Zeitzeug*innen, u.a.
Ali Özbaş, Geschäftsführer von JUKUS, Jugend-, Kultur und Stadtteilarbeit in Graz.
Can Sungu, Kurator, Forscher und Autor. Mitbegründer und künstlerischer Leiter von bi'bak und SİNEMA TRANSTOPIA in Berlin. Mitherausgeber von „SILA YOLU – Der Ferientransit in die Türkei und die Erzählungen der Autobahn“ (2017)
Moderation und Organisation: Maik Novotny, Amila Širbegović / ÖGFA
