Kommunaler Wohnbau ist soziale Infrastruktur und keine Ware
Unterstützung offener BriefLink zum offenen Brief und zur Unterschriftensammlung.
An: die österreichische Bundesregierung, insbesondere den Vizekanzler und Minister für Wohnen, Andreas Babler, sowie die zuständigen Politiker:innen der Landesregierungen und Gemeinden
Verfasser*innen: Carina Sacher – Wohnforscherin am ETH Wohnforum in Zürich und Vorstandsmitglied bei ORTE Architekturnetzwerk Niederösterreich, Gabu Heindl – Architektin in Wien und Professorin an der Universität Kassel, Alexander Machatschke – Geschäftsführer BAWO, Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe
Vor kurzem ist in Wiener Neustadt der Verkauf von 1.646 Gemeindebauwohnungen abgeschlossen worden. Mehr als drei Viertel gingen an private Immobilienunternehmen und fallen damit aus der sozialen und leistbaren Wohnraumbewirtschaftung. Wiener Neustadt ist kein Einzelfall, denn mehrere Gemeinden sehen in der Privatisierung ihres kommunalen Wohnbaus eine Chance, Gemeindebudgets kurzfristig aufzubessern. Allerdings kann der Verkauf von öffentlichem Wohnbau weitreichende Folgen für die Mieter:innen, die lokalen Wohnungsmärkte, die Volkswirtschaft und letztendlich für die Demokratie haben.
Wir sehen dringenden Handlungsbedarf bei den politischen Entscheidungsträger:innen auf Bundes-, Länder- und Gemeinde-Ebene. Mit diesem offenen Brief appellieren wir für den Erhalt, die Förderung und Demokratisierung vom Gemeindebau sowie Maßnahmen, die den weiteren Ausverkauf von öffentlichem Wohneigentum verhindern.
Für ein starkes gemeinsames Zeichen laden wir euch zur Unterstützung dieses offenen Briefs vor Veröffentlichung ein und bitten um Unterzeichnung bis spätestens Montag, 26.10.2026 (23:59). Link zum offenen Brief und zur Unterschriftensammlung.
